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	<description>Waldai – malerischer Höhenrücken im Nordwesten Russlands</description>
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		<title>Stationierungebiet für die SS-20 Atomraketen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 08:09:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den Waldaihöhen wurden zur Zeit des Wettrüstens zwischen den beiden Supermächten USA und UdSSR sowjetische atomare Mittelstreckenraketen vom Typ SS-20 in großer Zahl stationiert. Die Raketen konnten von hier aus in kürzester Zeit ganz Mitteleuropa erreichen.
Über 100 Atomraketen wurden teilweise in weit verstreuten unterirdischen Silos in der hügeligen Waldlandschaft versteckt, die über 300 km [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">In den Waldaihöhen wurden zur Zeit des Wettrüstens zwischen den beiden Supermächten USA und UdSSR sowjetische atomare Mittelstreckenraketen vom Typ SS-20 in großer Zahl stationiert. Die Raketen konnten von hier aus in kürzester Zeit ganz Mitteleuropa erreichen.</p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">Über 100 Atomraketen wurden teilweise in weit verstreuten unterirdischen Silos in der hügeligen Waldlandschaft versteckt, die über 300 km von den größten Städten der Sowjetunion Moskau und St.Petersburg entfernt ist.</p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">Nach dem Abrüstungsabkommen über atomare Mittelstreckenraketen (INF-Abkommen &#8211; Intermediate-Range Nuclear Forces) von 1987 wurden alle Raketen bis 1991 abgezogen und zerstört und alle Raketenschächte auch in den Wäldern des Waldai gesprengt.</p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;"><strong>Nationalpark statt Atomraketen</strong></p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">Auf dem ehemaligen Stationierungsbiet, das natürlich streckenweise militärischer Sicherheitsbereich war, wurde 1994 der ausgedehnte Waldai-Nationalpark eingerichtet. Der Nationalpark im Waldai soll den industriellen Holzeinschlag (der gleich nach dem Abzug der Atomraketen massiv einsetzte) verhindern und ökologisch verträglichen Tourismus entwickeln.</p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;"><strong>Waldai – Datscha des russischen Präsidenten</strong></p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">Im Waldai, am Ufer des Waldai-Sees liegt auch eine Residenz (Datscha) des russischen Präsidenten, die von Boris Jelzin und Waldimir Putin oft besucht wurde. Auf demselben Gelände befindet sich auch eine Stalin-Datscha, die von dem Diktator aber nur einmal besucht wurde.</p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">Ein alljährliches internationales Treffen von Politologen und Publizisten mit dem russischen Präsidenten wurde von Wladimir Putin erstmals im Waldai veranstaltet und wird deswegen der Waldai-Klub genannt. Im Waldai finden auch regelmässig die Redaktionstreffen der Internetzeitung Russland-Aktuell statt, zu denen die Redakteure aus Moskau und St.Petersburg anreisen.</p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">In den Jahren seit 2000 bauten viele prominente russische Schauspieler und Musiker ebenfalls ihre Datschen im Gebiet um den Waldai-See und die Stadt Waldai.</p>
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		<title>Hansekontor  im Vorland des Waldai</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 08:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeine Informationen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der riesige fischreiche Ilmensee im Nordwesten vor den Waldaihöhen war die wirtschaftliche Basis der großen Handelsstadt Nowgorod (auch Groß-Nowgorod = Neustadt oder Weliki Nowgorod genannt), die von Wikingern vor 1 300 Jahren gegründet wurde.
Rurik und seine Wikinger, später die Hansekoggen erreichten den Ilmensee indem sie von der Ostsee und dem Finnischen Meerbusen aus erst den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">Der riesige fischreiche Ilmensee im Nordwesten vor den Waldaihöhen war die wirtschaftliche Basis der großen Handelsstadt Nowgorod (auch Groß-Nowgorod = Neustadt oder Weliki Nowgorod genannt), die von Wikingern vor 1 300 Jahren gegründet wurde.</p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">Rurik und seine Wikinger, später die Hansekoggen erreichten den Ilmensee indem sie von der Ostsee und dem Finnischen Meerbusen aus erst den Fluss Newa hochsegelten, dann über den Ladoga-See und den Fluss Wolchow hochfuhren, der der einzige Ausfluss des Ilmensees ist – und damit den Waldai nach Norden und in Richtung Ostsee entwässert.</p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">Von Nowgorod aus waren die Flüsse Wolga und Dnjepr gut zu erreichen, über die schon die Wikinger das Schwarze Meer und das Kaspi-Meer erreichten.</p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;"><strong>Stadt Waldai, Waldaisee und Waldaihöhen</strong></p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">Geologische Untersuchungen haben ergeben, dass zahlreiche unterirdische Wasseradern die Hügellandschaft durchziehen. Aufgrund seiner einzigartigen Vegetation wurde die Region Waldai 1994 zum Naturschutzgebiet erklärt.</p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">Die Stadt Waldai am Ufer des Waldaisees wurde das erste Mal im Jahr 1495 urkundlich erwähnt. Damals war der Ort Waldai ein Dorf, das im 17. Jahrhundert unter der Verwaltung des Iwerskij-Klosters stand.</p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;"><strong>Das Kloster im Waldaisee</strong></p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">Es wurde 1653 von dem Reformer der orthodoxen Kirche, Patriarch Nikon, gegründet und ist auf einer Insel des Waldaisees erbaut worden. Die Mönche sollten hier damals alte Schriften ins Russische übersetzen. Im Iwerski-Kloster befand sich lange auch eine Druckerei für kirchliche Druckerzeugnisse. Bekannt ist der Ort Waldai auch für das Glockengießerhandwerk.</p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">In der Stadt – etwa auf halber Strecke an der alten Straße zwischen Moskau und St. Petersburg gelegen und auf der Hälfte der schwierigen Passage über die Waldaihöhen – wurden von Alters her Kutschen repariert und Ruhepausen eingelegt.</p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;"><strong>Raststätte an der Strecke zwischen Moskau und Sankt Petersburg</strong></p>
<p style="padding-bottom: 20px; margin: 0px;">Die Stadt Waldai war so die wichtigste große historische Raststätte auf dem Weg zwischen den wichtigsten russischen Städten, die von allen reichen Russen oft befahren werden musste, nachdem Zar Peter der Große die Hauptstadt des Zarenreiches an die Newa nach Sankt Petersburg verlegt hatte. Heute ist der gesamte Waldai eine Touristenregion, die weitgehend frei von Industrieanlagen ist.</p>
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